Hagebutte

Hagebuttenmus – geballte Ladung Vitamin C

Wenn die Hagebutte im Spätherbst reift, dann leuchtet sie so knallrot aus dem blassen Gebüsch hervor, als wollte sie uns sagen: „Nimm mich mit! Jetzt kannst du mich gut gebrauchen“! Damit hat sie vollkommen recht – du solltest dieser Aufforderung unbedingt nachkommen!

Das Vitamin C-Kraftpaket – zu Recht ein alpines Superfood

Um sich in der kalten Jahreszeit die Abwehrkräfte zu stärken, gibt es nichts Besseres als eine geballte Ladung Vitamin C. Davon hat die Hagebutte einiges zu bieten – keine andere heimische Frucht hat mehr Vitamin C als die Hagebutte. Darum steht sie auch auf der Liste der alpinen Superfoods. Die Hagebutte ist die Frucht der Hundsrose. Sie wärmt von innen – wie Holler- oder Lindenblüten. Wenn du im Winter oft frierst, dann kannst du dir mit Hagebutte, Holler, Linde, Zimt oder Ingwer eine wärmende Teemischung zubereiten.

Hagebutte hilft bei Gelenksarthrose

Die Hagebutte ist einfach ein Kraftpaket! Abgesehen vom hohen Gehalt an Vitamin C enthält sie noch viele weitere Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle. Die Fruchtsäuren und das Pektin wirken leicht abführend und harntreibend. Hagebutte wird zur Linderung von Gelenksarthrose, Gelenksschmerzen und bei Gelenkssteifigkeit angewendet.

Die Hagebutte wächst fast überall

Kulinarisch ist die Hagebutte ein absoluter Geheimtipp. Teemischungen bekommen durch das fruchtige Aroma jedenfalls eine geschmackliche Aufwertung und eine wunderbar rote Farbe. Aber probiere doch einmal ein selbst gemachtes Hagebuttenmus herzustellen. Du findest die Hagebutte entlang von Waldrändern im Gebüsch. Sie wächst fast überall im lichten Wald.

Ernten – erst nach dem ersten Frost

Die Hagebutte sollte ganz reif sein und idealerweise nach dem ersten Frost gesammelt werden. Dann sind die Bitter- und Gerbstoffe in Zucker umgewandelt und das Fruchtfleisch ist weicher und muss nicht so lange gekocht werden. Dann gehen auch weniger Vitamine verloren.

Einzigartiger Geschmack

Der samtig, süßsaure Geschmack mit dem leichtem Rosenaroma macht das Hagebuttenmus zu etwas ganz Besonderem in deinem Repertoire an selbst gemachten Köstlichkeiten.

Zutaten:

500 g reifte Hagebutten

100 g Honig oder Zucker

150 ml Fruchtsaft deiner Wahl (Birne, Apfel, Traube etc.)

5 ml Essig oder Zitronensaft

Zubereitung:

Entferne mit einem Messer die Ränder der Hagebutte (Stiel und Blütenansatz). Die Hagebutten mit dem Fruchtsaft rund 20 Minuten köcheln und dann durch ein Sieb streichen bis nur noch die Kerne über sind. Das Mus mit dem Zucker oder Honig verrühren und rund 5 Minuten aufkochen lassen. Danach in sterile Schraubgläser abfüllen und beschriften.

Hagebuttenmus mit einer extra Portion Vitamin C – genau das braucht man in der kalten Jahreszeit zur Stärkung der Abwehrkräfte © AlmSinn Martina Egger